Marktsignale

Marktdaten deutsche Immobilien

Öffentlich veröffentlichte Zahlen zum deutschen Wohnimmobilienmarkt — jede mit Quelle, Zeitraum und Datum, damit Sie sie selbst nachprüfen können.

Zuletzt aktualisiert: 7 Einträge

FinanzierungZeitraum: Juli 2026, Neugeschäft, Zinsbindung über 10 Jahre (vorläufig)

3,92 %

Bauzinsen bewegen sich seitwärts

Der Effektivzinssatz für neue Wohnungsbaukredite an private Haushalte mit einer anfänglichen Zinsbindung von über zehn Jahren lag im Juli 2026 bei 3,92 % (vorläufiger Wert). Im März 2026 waren es 3,74 %, im Juni 3,98 %.

Was das für Käufer bedeutet

Rund 4 % Zinskosten gegen 3 bis 4,5 % Bruttorendite: Ein fremdfinanzierter Kauf trägt sich in Deutschland derzeit nicht über den Zins, sondern über Tilgung, Miete und Zeit. Wer mit hohem Eigenkapital kauft — was auf die meisten internationalen Käufer zutrifft — steht in dieser Rechnung deutlich besser da.

Quelle:Deutsche BundesbankMFI-Zinsstatistik, Wohnungsbaukredite an private Haushalte (Stand 2. September 2026) ↗Veröffentlicht: 2. September 2026
PreiseZeitraum: 2. Quartal 2026 ggü. Vorjahresquartal

+1,9 %

vdp-Index: Wohnen legt zu, Büro gibt nach

Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken stieg im 2. Quartal 2026 insgesamt um 1,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Wohnimmobilien verteuerten sich um 1,9 % (+0,3 % ggü. Vorquartal), Büroimmobilien verloren 1,2 %. In den Top-7-Städten stiegen die Wohnpreise um 2,1 %, die Neuvertragsmieten um 1,5 %. Bundesweit legten die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser um 3,2 % zu.

Nach Städten

Hamburg
+3,8 %
Köln
+2,5 %
Frankfurt am Main
+2,4 %
Düsseldorf
+2,4 %
München
+2,3 %
Berlin
+1,6 %
Stuttgart
+0,7 %

Was das für Käufer bedeutet

Die Mieten steigen bundesweit schneller als die Kaufpreise (3,2 % gegen 1,9 %). Das ist der eigentliche Renditetreiber im Moment: Nicht der Wiederverkauf trägt die Rechnung, sondern der Cashflow. Genau umgekehrt zu dem, was viele Käufer aus Asien aus ihrem Heimatmarkt kennen.

Quelle:vdp – Verband deutscher PfandbriefbankenUneinheitliche Entwicklung der Immobilienpreise, 10. August 2026 ↗Veröffentlicht: 10. August 2026
PreiseZeitraum: 1. Quartal 2026 ggü. Vorjahresquartal

+1,4 %

Wohnimmobilienpreise steigen wieder — aber nicht in den Top-7

Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes lag im 1. Quartal 2026 um 1,4 % über dem Vorjahresquartal und um 0,3 % über dem Vorquartal. Bei Eigentumswohnungen fiel die Entwicklung regional sehr unterschiedlich aus.

Im Detail

Dünn besiedelte ländliche Kreise
+3,6 %
Kreisfreie Städte außerhalb der Top-7
+2,9 %
Top-7-Metropolen
+0,3 %
Dicht besiedelte ländliche Kreise
−0,4 %

Was das für Käufer bedeutet

Wer 2021 in eine Top-7-Lage gekauft hat, wartet noch auf die Erholung. Der Preisauftrieb liegt derzeit in den B-Städten. Für Käufer aus dem Ausland heißt das: Die bekannten Namen sind nicht automatisch die besseren Zahlen — das entscheidet die einzelne Lage.

Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis)Pressemitteilung Nr. 219 vom 25. Juni 2026 ↗Veröffentlicht: 25. Juni 2026
AngebotZeitraum: Januar bis April 2026 ggü. Vorjahreszeitraum

+13,2 %

Baugenehmigungen ziehen an — die Wohnungen kommen aber erst später

Von Januar bis April 2026 wurden 83.700 Wohnungen genehmigt, 13,2 % beziehungsweise 9.800 mehr als im Vorjahreszeitraum. Im April allein waren es 20.200 Genehmigungen (+9,2 %). In den ersten vier Monaten legten Mehrfamilienhäuser um 14,7 % und Zweifamilienhäuser um 22,9 % zu.

Was das für Käufer bedeutet

Zwischen Genehmigung und Schlüsselübergabe liegen in Deutschland typischerweise mehrere Jahre. Die Erholung bei den Genehmigungen entlastet den Markt also frühestens Ende des Jahrzehnts — und sie erklärt zugleich, warum jetzt wieder mehr Neubauprojekte an den Vertrieb gehen.

Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis)Pressemitteilung Nr. 207 vom 18. Juni 2026 ↗Veröffentlicht: 18. Juni 2026
AngebotZeitraum: fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2025

206.600

Wohnungsfertigstellungen auf dem niedrigsten Stand seit 2012

2025 wurden in Deutschland 206.600 Wohnungen fertiggestellt — 18,0 % oder 45.400 Wohnungen weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit 2012. Der Höchststand der vergangenen Jahre lag 2020 bei 306.400 Wohnungen.

Was das für Käufer bedeutet

Eine Wohnung, die 2025 nicht gebaut wurde, fehlt 2028 im Mietmarkt. Das ist der belastbarste Teil der deutschen Investmentgeschichte: Die Nachfrage ist bekannt, das Angebot ist gebaut oder eben nicht — und für die nächsten Jahre ist es nicht gebaut.

Quelle:Statistisches Bundesamt (Destatis)Pressemitteilung Nr. 174 vom 22. Mai 2026 ↗Veröffentlicht: 22. Mai 2026
AufenthaltZeitraum: Gehaltsschwelle Blaue Karte EU, 2026

50.700 €

Blaue Karte EU: Gehaltsschwellen 2026

Für die Blaue Karte EU gilt 2026 eine Mindestgehaltsschwelle von 50.700 Euro brutto im Jahr. Für Engpassberufe und Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger liegt sie bei 45.934,20 Euro brutto; in diesen Fällen ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich.

Was das für Käufer bedeutet

Diese Zahl steht hier, weil sie regelmäßig mit dem Immobilienkauf verwechselt wird. Deutschland kennt kein Golden Visa: Eine Wohnung zu kaufen begründet kein Aufenthaltsrecht. Aufenthalt entsteht über Arbeit, Selbstständigkeit oder Studium — der Kauf kann diesen Weg begleiten, aber nicht ersetzen.

Quelle:Bundesagentur für Arbeit (ZAV)Blaue Karte EU, Newsletter 3/2026 ↗Veröffentlicht: 1. März 2026
RegulierungZeitraum: verlängert bis 31. Dezember 2029

bis 2029

Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert

Der Bundestag hat am 26. Juni 2025 die Verlängerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029 beschlossen; zuvor wäre sie zum 31. Dezember 2025 ausgelaufen. In den von den Ländern ausgewiesenen angespannten Wohnungsmärkten darf die Miete bei einer Neuvermietung höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Was das für Käufer bedeutet

Für Käufer ist die Ausnahme wichtiger als die Regel: Nach § 556f BGB gilt die Mietpreisbremse nicht für Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet wurden. Neubau ist damit von der Kappung ausgenommen — einer der Gründe, warum wir internationale Käufer überwiegend im Neubausegment beraten. Das ist unsere Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung.

Quelle:Deutscher BundestagMietpreisbremse bis 2029 verlängert, 26. Juni 2025 ↗Veröffentlicht: 26. Juni 2025

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Aufgenommen werden nur Primärquellen: Statistische Ämter, Deutsche Bundesbank, Bundesministerien und Bundestag sowie Verbände, die ihren eigenen Index veröffentlichen. Jede Zahl wird aus der verlinkten Veröffentlichung übernommen, nicht aus Berichten über sie. Angaben zu Zeitraum und Veröffentlichungsdatum stehen an jeder Zahl.

Die zitierten Zahlen stammen von den jeweils genannten Institutionen; wir stehen mit ihnen in keiner Verbindung und haben die Daten nicht selbst erhoben. Der Abschnitt „Was das für Käufer bedeutet“ ist unsere Einordnung, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Marktdaten sind Vergangenheitswerte und keine Zusage für die Zukunft.

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