Immobilie in Deutschland verkaufen: der komplette Ablauf
9 Min. Lesezeit · Aktualisiert 2026-06-01
Von der Bewertung bis zum Notartermin: jeder Schritt, jedes Dokument und die typische Dauer beim Immobilienverkauf in Deutschland.
1. Wert bestimmen und Unterlagen sammeln
Der Verkauf beginnt mit einer realistischen Wertermittlung. Orientieren Sie sich am €/m²-Niveau vergleichbarer Objekte in Ihrer Lage und berücksichtigen Sie Zustand, Baujahr und Ausstattung.
Sammeln Sie früh die Pflichtunterlagen: aktueller Grundbuchauszug, Flurkarte, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis sowie bei Eigentumswohnungen Teilungserklärung und die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung.
2. Preisstrategie und Vermarktung
Ein zu hoher Startpreis ist der häufigste Fehler – Objekte, die lange am Markt sind, erzielen am Ende oft weniger. Setzen Sie den Angebotspreis nah am realistischen Marktwert und schaffen Sie über professionelle Fotos, Grundrisse und ein aussagekräftiges Exposé Nachfrage.
Entscheiden Sie, ob Sie diskret (off-market) an vorgemerkte Käufer oder breit über Portale verkaufen. Beide Wege haben Vorteile – entscheidend ist die Qualität der Interessenten, nicht ihre Zahl.
3. Besichtigungen, Verhandlung und Notar
Nach Besichtigungen und Bonitätsprüfung der Käufer folgt die Preisverhandlung. Steht der Käufer fest, beauftragt eine Partei den Notar mit dem Entwurf des Kaufvertrags – in Deutschland ist die notarielle Beurkundung Pflicht.
Beim Notartermin wird der Vertrag verlesen und unterschrieben. Anschließend wird eine Auflassungsvormerkung eingetragen, der Kaufpreis fließt, und mit der Eigentumsumschreibung im Grundbuch ist der Verkauf abgeschlossen. Rechnen Sie vom Start bis zur Schlüsselübergabe mit rund 3–6 Monaten.
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